Am 23. Maerz war es endlich so weit, dass ich das Geburtstagsgeschenk meiner Tochter einloesen konnte!
“Animalier d’un jour” – Ein Besuch hinter den Kulissen des Aquariums von Québec!
Das Programm laeuft von 08.55h – 12.00h
Nach einer kurzen Einfuehrung und Erklaerung - vor allem die Sicherheit betreffend – ging es zu den Robben.
Zu denen durfte ich als erstes ins Gehege. Sie kamen zum Beschnuppern und um sich natuerlich sofort ihre Belohnung, einen Fisch, abzuholen. Die Tiere reagieren auf verschiedene Kommandos, die u.a. auch dazu da sind, ihr Wohlbefinden zu sichern. Sie steigen auf die Waage, sie oeffnen den Mund und sie lassen sich betasten. Jeden Tag werden bei der Fuetterung z.B. Speichelproben entnommen, die dann im Labor ausgewertet werden.
Mit dicken (und warmen) Gummihandschuhen habe ich sie gefuettert, nachdem sie ihr Kommando ausgefuehrt hatten. Es ist gar nicht so einfach, einen glatten und nassen Fisch mit dem Gummihandschuh zu nehmen und zu werfen! Danach durfte ich sie auch anfassen und bekam ein den ersten dicker Schmatzer auf die Backe gedrueckt!
Es wird darauf hingewiesen, dass sie sich zwar anfassen und abtasten lassen, dass sie aber die z.B. fuer Hunde ueblichen Streicheleinheiten nicht schaetzen!
Bei den Walroessern ging es anders - die mussten mich zuerst beschnuppern! Dann, als sie mich akzepiert hatten, durfte ich in deren Gehege. Eigentlich sind das ganz lustige Gesellen und ich habe sie bisher immer vernachlaessigt! Leider sind das bisher in Kanada die einzigen ihrer Art, die ich in einem Zoo gesehen habe. Ihr Schnurrbart hat die Textur einer duenneren Waescheleine! Sie koennen auf Kommando mit den Pfoten klatschen, schmatzige Kuesse an die Glasscheibe ihres Beckens druecken (auch auf meine Backe!), sich im Wasser drehen und “singen”!
Danach ging es in die Nachtquartiere der Eisbaeren.
Bevor die Pfleger das Nachtquartier betreten, wird per Funk die Sicherheitskontrolle verstaendigt, mit genauer Angabe der Personenanzahl - und beim Verlassen ist das die gleiche Prozedur - in der Hoffnung, dass die Rechnung aufgeht und niemand vermisst wird!![]()
Vor den Innengehegen ist eine rote Linie, die man als Besucher nicht ueberschreiten darf. Bei der Erklaerung der Sicherheitsvorschriften ist das ein wichtiger Punkt! Da wurde mir vieles erklaert und gezeigt; mit Taiga wurde Targettraining durchgefuehrt und ich durfte sie mit einem Stueck Toastsbrot fuettern!
DAS WAR DER HOEHEPUNKT!
Dann gings ins Gehege, wo es meine Aufgabe war (!!!!), Essbares zu verstecken, waehrend die Tierpfleger sauber machten. Hinterher wurde Taiga ins Gehege gelassen. Zwischen den beiden Gehegen ist eine Mauer und auf die sind wir dann raufgeklettert und von da aus wurden beide Baeren (die z.Zt. noch getrennt sind) nochmal gefuettert und ich konnte sie von da aus fotografieren.
In ein paar Wochen sollen Eddy und Taiga zusammengelassen werden! Z.Zt. koennen sie sich nur in den Nachtquartieren sehen und hatten, lt. den Pflegern, auch schon mal am Schnuppergitter Kontakt zueinander! Leider laeuft mein Eddy noch genauso wie bei meinem letzten Besuch! Ich hoffe, sehr, dass sich das nach einer Vergesellschaftung der beiden aendern wird! Mal sehen….
Was neben den Tieren noch gezeigt wurde, sind die sehr beeindruckenden Wasseraufbereitungsanlagen. Eine Anlage mit Salzwasser – fuer die Tiere die zwar im Salzwasser heimisch sind, die aber nicht im Wasser atmen – und eine Anlage mit Meereswasser fuer die Vielzahl der Fische . Das Meereswasser wird per Pulver “Instant Ocean” zubereitet. Die Becken der Robben, Walroesser und Eisbaeren haben immer so um die plus 10 Grad, allerdings wird diese Temperatur nicht durch eine eingebaute Heizung, sondern ganz einfach durch das Durchlaufen der Filteranlagen erreicht.
Fuer jedes Tier gibt es einen Ordner, in dem regelmaessig festgehalten wird, was und wie viel gefuettert wurde, wie schwer das Tier ist, wie es um den Gesundheitszustand des Tieres steht, welches Spielzeug ein Tier hatte und wie lange es sich damit beschaeftigt hat…..
Kueche und Kuehlraum gehoerten auch zum Programm. – Es wird alles, oder sagen wir mal sehr viel ,gezeigt.
Das Fuettern der Polarfuechse und die Vorfuehrung einer europaeischen Eule (die mit 2 anderen Raubvoegeln ein Ueberbleibsel des Zoos von Québec ist) gehoerten auch zum Programm.
Fotografiert habe ich waehrend dieser 3 Stunden nur kurz auf der Mauer zwischen den beiden Eisbaerengehegen, aber eine der Pflegerinnen hatte eine Kamera dabei und die Beweisfotos gemacht.
Das ist der Link:
http://www.flickr.com/photos/61343676@N07/sets/72157633154881046/
Und das ist der Link zu den Fotos von Eddy und der schoenen Taiga, von der Trennmauer zwischen den beiden Gehegen aus:
http://www.flickr.com/photos/61343676@N07/sets/72157633150005465/
Eddy hat ja seit langem seinen ganz speziellen Eisbaerenplatz in meinem Herzen - jetzt muss er ihn sich mit Taiga teilen, die zu einer wunderschoenen Eisbaerin herangewachsen ist!
Ich hoffe und wuensche mir, dass die Vergesellschaftung der beiden gut gehen wird, dass Eddy seine Lauferei (wenigstens ein bisschen) aufgeben wird und dass es vielleicht in ein paar Jahren Nachwuchs geben wird.
Ganz zum Schluss ein paar Worte an meine Tochter: Mitzimaus, danke fuer das schoene und mir immer in Erinnerung bleibende Geburtstagsgeschenk!


































